Historisches
Unmittelbar an der
"Sächsischen Weinstraße" im malerischen Elbtal gelegen, zieht die über 1000jährige Stadt Meißen viele
Besucher an.
Weltbekannt ist die Stadt durch die Staatliche
Porzellan-Manufaktur des Freistaates Sachsen geworden, die hier
seit 1710 ihren Sitz hat.
| Der Beginn der Stadtgeschichte ist im
Jahr 929 mit der Gründung der Burg Misni dokumentiert. Im Laufe der Zeit bekam der
Meißner Burgberg mit dem Dom, dem Palast der Markgrafen, dem des Burggrafen und dem
Bischofsschloß den Charakter einer Reichsburg. Hier wurde sächsische Geschichte geschrieben. Mit dem Fürstengeschlecht der Wettiner, die 1089 mit der Mark Meißen belehnt wurden, entwickelte sich Sachsen zu einem der blühendsten Länder Europas. Burg und Bischofssitz als Ziel und Ausgangspunkt reisender Kaufleute sorgten für die Entstehung eines Handelsplatzes. Um 1150 wurde die eigentliche Bürgerstadt in der planmäßigen Anlage gebaut. Nach 1450 entstanden die ersten repräsentativen Steinbauten. Als letzte Bebauung des Burgberges
wurde durch den Baumeister Arnold von Westfalen die spätgotische Albrechtsburg errichtet. Sie gilt als erstes deutsches Wohnschloß. Mit dem rein gotischen
Meißner Dom und den Kurienhäusern
bietet der Burgberg heute einen reizvollen Anziehungspunkt für kulturhistorisch
Interessierte und einen herrlichen Ausblick auf die spätmittelalterliche Stadt und die
reizvolle Elbtallandschaft. |
Schlossstufen,
Aufgang zur Albrechtsburg |
| Im 16. Jahrhundert erlebte
Meißen den Höhepunkt der mittelalterlichen Entwicklung; im 30jährigen Krieg waren auch
hier viele Verluste zu beklagen. Um 1850 begann mit der Industrialisierung das Wachstum der Stadt über die mittelalterlichen Grenzen hinaus. Nach 1900 vollzog sich die rasche Ausdehnung auf die rechtselbische Seite, auch weit in die linkselbischen Täler hinein. Nach einer jahrzehntelangen Stagnation werden nun bereits die Ergebnisse reger Bautätigkeit in allen Bereichen der Stadtentwicklung sichtbar. Dies betrifft sowohl die sensible Sanierung des mittelalterlichen Stadtkerns mit den Bürgerhäusern des 16. bis 18. Jahrhunderts, als auch den behutsamen Umbau ehemaliger Industriebrachen und die Entstehung völlig neuer Wohngebiete. |
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© IS-Wodniok 16.04.10 |