Die Westtürme aus dem 14. Jahrhundert wurden erst durch die von Carl Schäfer
entworfenen oberen Geschosse 1904 bis 1908 vollendet, während der Südostturm,
der "höckrige" Turm, noch aus dem 14. und frühen 15. Jahrhundert stammt.
Die sieben Figuren im Meißner Dom, die dem Naumburger Meister zugeschrieben
worden sind, haben besondere künstlerische Bedeutung.
Zu diesen Figuren gehören auch Kaiserin Adelheid und Kaiser Otto I. (s. Abb.)
- die Stifter des Bistums Meißen und der Domkirche - an der Nordseite des
Hohen Chors. Ihnen gegenüber stehen die Bistumsheiligen Johannes der
Evangelist und Bischof Donatus.
Friedrich der Streitbare, der Erste Kurfürst von Sachsen, lässt im ersten
Drittel des 15. Jahrhunderts die Begräbniskapelle im Sinne eines Chorraumes
vor der Westfassade anbauen. Sie diente als Grabstätte der Wettiner Dynastie.
Einbezogen ist das um 1370 entstandene Westportal mit einem reichen
Figurenprogramm
Christus als Schmerzensmann, beweint von Maria und Johannes. Ein Engelschwarm
in der Höhe bringt die Leidenswerkzeuge Christi herbei. Die Flügelbilder
zeigen links Herzog Georg mit den Aposteln Jakobus d. Ä. und Petrus, rechts
Herzogin Barbara mit den Aposteln Paulus und Andreas.
Das Ostfenster des Chors ist ein Zeugnis gotischer Glasmalereikunst aus der
Zeit um 1260/70.
In der mittleren Bahn der dreiteiligen Fenster sind Könige des Alten
Testaments dargestellt, an der Spitze Christus als Weltenherrscher.
In der rechten Bahn Szenen aus dem Leben Christi - seine Passion, Kreuzigung,
Auferstehung und in der linken Bahn alttestamentarische Opferszenen.
Der Kreuzgang ist ein quadratischer Hof südlich des hohen Chores. In ihn sind
Teile des Chorumgangs aus dem 13. Jahrhundert integriert. Drei spätgotische
Flügel weisen die für den Architekten Arnold von Westfalen typischen
Zellengewölbe auf.
Laienaltar (Kreuzaltar) mit der Kreuzeslegende vor dem Lettner,
Cranachwerkstatt, 1526.
Eine größere Darstellung des Altars finden Sie
auf der Seite "Gottesdienste".